3 Helfer gegen das Schmuckchaos

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‘Schwarz und flauschig macht es sich gut an jeder Wand und jedem Regal’, so lautet die Devise heute – doch nicht nur eine Bastelidee, zu der wir euch anregen wollen steckt dahinter, sondern gleich 3!

Schmuckkästen sind meist hübsch von außen, haben viele kleine Schächtelchen, Türchen und Steckplätze , jedoch… kaufen wir den Schmuck nicht, um ihn zu tragen und vor allem zu zeigen? Doch leider kann man nie so viel tragen, wie man hat, also warum Dekorieren wir nicht das Schlaf- oder Wohnzimmer mit unserer Beute? Inspirierend dafür war ein Weihnachtsmarkt im Jahre 2007, seither heißt es “Schmuckkasten? Schmuckdisplay!” – und das im Stile von Marktstandverkäufern. Das Fazit dabei ist: alles mit gleichem Stoff beziehen, um ein einheitliches Bild zu schaffen!

1. Fangen wir klein an: Ringe. (Kosten: ca. 2€ für Stoff und Box)

Dafür brauchen wir:

* Schaumstoffplatten(-reste)

* kleine, offene hübsche Papp-boxen (hier waren mal Kerzen drin, aber auch Süßigkeiten-Schachteln oder auch Plastiktöpfe von Haarkuren machen sich gut!)

* und in diesem Falle: schwarzer Samtstoff

So geht’s:

* die Schaumstoffplatten in der richtigen Länge und Höhe zurecht schneiden, jedoch an allen seiten etwa 2mm kürzer, als eigentlich Platz in der Box ist, damit Platz für den Stoff bleibt

* den Stoff drum herum legen und an der Unterseite mit Stecknadeln befestigen, danach auf den Schaumstoff kleben, die Ecken des Stoffs dabei schön sauber und gleichmäßig umfalten, damit man sie später nicht sieht

* zum Schluss, wenn der Klebstoff getrocknet ist, in gleichmäßigen Abständen, in mehreren Reihen Schnitte in den Stoff machen etwa so:  |————|  mit einem Cuttermesser oder Kurvenschneider, damit man dort die Ringe in den Schaumstoff drücken kann

So könnte es dann in etwa aussehen:

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Kleiner Tipp: Schaumstoffplatten sind im Baumarkt und Bastelladen meist unverhältnismäßig teuer. Wenn man jedoch zu Möbelkaufhäusern fährt, wie z.B Roller oder Sconto, findet man häufig an der Warenausgabe (meist auf der Rückseite des Ladens) Container, in denen Verpackungsreste gelagert werden. Diese (man frage zur Sicherheit nach) sind fast immer einfach zum Mitnehmen draußen gelagert und werden später entsorgt, wenn sich keiner dafür interessiert. So gibt es dort viel kostenlosen Schaumstoff, Folie, Plastikverschnürungen und Ähnliches zu finden!

So könnte dann das fertige Ringdisplay aussehen:

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2. Armreifen, -kettchen und Uhren (Kosten: ca. 6€ für Holz, Winkel und Stoff)

Dieses Bastelvorhaben dauert um einiges Länger und erfordert auch mehr Fingerspitzengefühl und eine Stichsäge! Zuerst einmal das Resultat, damit man es sich besser vorstellen kann:

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Material:

* Papprollen von Küchentüchern

* Schaumstoff (wie oben) zum Ausstopfen der Rollen

* Sperrholzplatten aus dem Baumarkt (meist schon für ca. 2€ für 5x4A-Platten)

* Schwarzer Samtstoff (wie oben) -> hier macht sich der Samt besonder gut, da es nicht so rutschig ist, wie viele andere Stoffe und sich z.B die Uhren nicht immer mit der schweren Seite nach unten drehen

So wird’s gemacht:

* Die Papprollen mit Schaumstoff vollstopfen, damit sie mehr Stabilität bekommen, aber nicht zu schwer werden, danach mit Samt bekleben

* 2 der Spanplatten werden so zugeschnitten, dass sie eine Art Treppchen bilden, bei denen die Stufen vorn ein wenig hoch gehen, damit die Rollen nicht herunterfallen – ab Besten zeichnet ihr es mit Bleistift vor und wenn ihr zufrieden seid, Sägt ihr es mit der Stichsäge heraus

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* die beiden Treppchen werden dann mit kleinen Winkeln aus dem Baumarkt, oder wie hier mit Holzleisten auf einer weiteren Platte verklebt/verschraubt, damit sie nicht umfallen pastt auf, dass sie ca. 2 ca. dichter zusammen stehen, als die Rollen lang sind, damit die darüber hinaus ragen können

* zum Schluss die Holzplatten auch mit Samt bekleben (Tipp: malt die vorher in der Farbe des Stoffe an, falls dieser zum Schluss nciht ganz bündig ist, fällt es weniger auf, wenn kleine Lücken entstehen!)

3. Zu guter Letzt: Ketten, Ohrringe und alles, was bisher noch keinen Platz gefunden hat (ca. 8€)

Wenn man über Märkte schlendert finden man häufig solche Arten von Schmuckständern. Ohrringe und ketten werden ganz einfach mit Stecknadeln festgepiekst und kommen fabelhaft zu Geltung, wenn man sie neben Ihresgleichen positioniert – egal ob günstiger Modeschmuck oder teure Erbstücke!

Material:

* eine Styrodurplatte (Styrodur hat eine größere Dichte als Styropor und nicht diese großen ‘Bläschen’, somit kann man die Nadeln auch viel näher zusammen stecken, ohne, dass große Löcher entstehen wie bei Styropor)

* wieder mal, um das Trio zu vollenden: schwarzer Samtstoff

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Eine Anleitung braucht ihr dazu nun wirklich nicht – einfach den Stoff um die Platte drum herum legen und fertig!

Kleiner Tipp zum Dekorieren: Ohrringe immer ein klein wenig versetzt aufhängen, also nebeneinander, aber einen vllt 1cm unter dem anderen feststecken, das lockert alles ein wenig auf, vor allem bei großem Ohrschmuck. Wenn ihr Piercings habt, die sich schlecht mit Stecknadeln befestigen lassen, wie z.B Bauchnabel-Bananas: Pinnt ein Stück “Mückengitter/Gase” auf den Samtstoff und ‘fädelt die Piercings durch die kleinen Löcher des Netzes!

Das Schwierigste an diesem Part: den ultimativen Platz an der Wand finden, an dem euer Schmuck am Besten zur Geltung kommt! 😉

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So schafft man Ordnung in die kleinen, knotigen Häufchen hübscher Ketten, die sonst in Kästen versauern und verfärben würden und hat auch gleich noch glitzernde Deko für kahle Wände. Zeigt her eure Schätze und viel Spaß beim Basteln!

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